Mittwoch, 23. April 2014

Kapadokien - zauberhaft!

 Die Anfahrt von Tarsun aus, beginnt regnerisch, aber von so ein bischen Dauerregen lassen wir uns doch nicht die Laune verderben. Auch nicht von dem Platten, der sich glücklicherweise erst nach dem Regen einstellt. - Seine Laune macht man sich ja sowieso selber und nicht die Umwelt, also beschließe ich gute Laune zu haben :-) :-):-).
Der Straßenbelag ist auf den meisten Straßen derartig grob und unregelmäßig, dass ich erst meine, es sei mal wieder die Straße, die das Vorderrad so schwimmen lässt - bis ich es dann schnalle - ein Platten!! - weitab irgendeines Ortes, au weia...
Ok, jetz muss das sagenumwobene Flickzeug von BMW beweisen, was es kann. Der Kleber kommt mir zwar schon etwas trocken vor, aber was solls, ich hab ja keine Wahl.
Loch finden, aufreiben, Kleber dran, Stopfen rein, Überstand abschneiden, mit CO2-Kartuschen aufpumpen und....? - hält  :-). Bis Uchisar bzw. Nevsehir sind es keine 200 km mehr, das sollte wohl gehen.
Bei der Reparatur am nächsten Tag bei einem "Reifenfritzen" (Reifen heißt übrigend Lastik) stelle ich fest, dass der Kleber tatsächlich total alt ist, der Stopfen hat wohl auch ohne gehalten.

In Uchisar ist es inzwischen dunkel und ich habe Mühe die von Gudula und Günter empfohlene Unterkunft bei Almut Wegener zu finden, bis schließlich ein Taxifahrer weiß wohin - 300m weiter...


Das teilweise in die (jahrtausende?) alten Höhlen integriete, revonvierte Haus von Almut ist die perfekte Ergänzung des zauberhaften Kapadokiens.
Die kunstvoll ausgestatteten bzw. dekorierten Zimmer lassen einen in die Welt von 1001er Nacht eintauchen. Kein Luxushotel, sondern liebevolle, individuelle Gästebetreuung. - Danke Almut, Achmed, Ufuk -Tan und Kinder!

Tief in den Berg geschlagene Räume, Wohnungen und ganze Städte können bewundert werden. Nur eine Teil davon ist bislang touristisch erschlossen. Die Ursprünge gehen bis ca. 8.000 vor. Chr. Mit ausgeklügeltem Belüftungs- und Bewässerungssystemen, vielen Stockwerken und Schächten bis 85m tief, waren sie über Jahrtausende eine sichere Fluchtburg vor Verfolgung, Raub und Plünderung. Zwischen 3.000 und 50.000 Menschen sollen darin gelebt haben!
Eine Gruppe georgischer Wissenschaftler, die auch bei Almut übernachten, sind überzeugt, dass ihre (vorchristlichen) Vorfahren aus dieser Gegend stammen.

 Die Erosion, die diese Felsenlandschaft geschaffen hat und durch die Aushöhlung beschleunigt wird, geht unvermindert weiter und legt so nach und nach die Felsenhöhlen frei.

Bei meiner "Motorradwanderung" durch eines der nicht erschlossenen, schluchtartigen Täler lasse ich mich von der Landschaft und den unzähligen Höhlen verzaubern.
 










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